Das Projekt „HIKETIDES Muttersprache“

Mit dem Therapieprojekt HIKETIDES Muttersprache erweitert der Verein HIKETIDES sein bisheriges Angebots. Seit Jänner 2021 bieten wir psychotherapeutische Behandlung nicht ausschließlich für Personen in der Grundversorgung an sondern auch für ZuwandererInnen mit anderen Zuwanderungsmotiven in deren Erstsprache. 

Der Bedarf an einem kultursensiblen Psychotherapieangebot und niederschwelliger psychotherapeutischer Begleitung mit erleichtertem Zugang für MigrantInnen im Bundesland Salzburg ist groß. 

Das Thema psychische und psychosoziale Gesundheit ist noch häufig tabuisiert ist. Deshalb braucht es möglichst niederschwellige Zugänge, damit sich Betroffene in psychotherapeutische Behandlung begeben können. Meist liegen lange Krankheitsgeschichten vor verbunden mit einem hohen Leidensdruck. Migrationsspezifische Themen und die Frage nach Zugehörigkeiten sind oft Ursache von Leidenszuständen, die häufig über psychosomatische Erkrankungen ihren Ausdruck finden.

Die transkulturelle Psychotherapie reicht über eine rein sprachliche Zusatzkompetenz hinaus. TherapeutInnen mit eigener Migrationserfahrung haben häufig einen erleichterten Zugang zu Themen der Transkulturalität.

Bei kulturspezifischen Konflikten und psychischen Erkrankungen fühlen sich PatientInnen von TherapeutInnen eher verstanden, wenn diese sensibel, reflektiert und bewusst mit der Vielfalt kultureller und sprachlicher Konzepte umgehen können.

Das Projekt versucht eine langfristige Versorgungslücke zu verringern.

Es wird zur Gänze von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und dem Land Salzburg (Abteilung Jugend, Generation, Integration) finanziert.